Caritas Socialis
Schwesterngemeinschaft
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11.10.2026

Zehn Jahre Korbgemeinschaft – Hilfe für Syrien

Am 11. 10. 2026 feierte P. Hanna Ghoneim, der Gründer der Korbgemeinschaft, sein 30jähriges Priesterjubiläum und 10 Jahre Korbgemeinschaft.

 

Hilfe für Syrien

 

Die Wiener Stiftung Korbgemeinschaft hilft mit Brot, Lebensmitteln und Unterstützung für Schulen und soziale Einrichtungen. Die „Bäckerei der Gnade“ nahe Damaskus versorgt arme Menschen mit gutem, leistbarem Brot und beliefert Altenheime. In Sozialmärkten erhalten bedürftige Familien Lebensmittel und Hygieneartikel, bis zu einer festgelegten Menge auch kostenlos. Schulmaterialien, Ausstattung für Pflegeeinrichtungen und Reparaturen an Schulen ergänzen die Hilfe. Getragen werden die Projekte wesentlich von jungen Menschen in Syrien. Die Unterstützung aus Österreich soll ihnen ermöglichen, selbst etwas aufzubauen.

Aus persönlicher Hilfe wurde eine Stiftung

Die Geschichte der Korbgemeinschaft beginnt mit Ghoneims eigener Pfarre. Nach seinem Doktoratsstudium in Wien war er 2011 nach Syrien zurückgekehrt. Als er sich im Sommer 2012 wieder in Österreich aufhielt, wurde seine Pfarre in Harasta bei Damaskus von islamistischen Bewaffneten erobert. Die christlichen Bewohner mussten fliehen. Ghoneim blieb in Wien und unterstützte seine vertriebenen Gemeindemitglieder von hier aus. Spenden aus Österreich und Deutschland ermöglichten es, die Hilfe auf weitere Gemeinden auszudehnen, vor allem in Homs und Aleppo.

Mit Wirkung vom 1. 4. 2016 errichtete Kardinal Christoph Schönborn auf Ghoneims Initiative die Stiftung „Korbgemeinschaft – Hilfe für Syrien“. Heute führen P. Hanna Ghoneim und Sr. Walburga Starkl CS gemeinsam die Geschäfte. Das Büro befindet sich bei der Caritas Socialis in Wien. Hier werden Projekte vorbereitet, Förderanträge geschrieben, Geldtransfers und Hilfstransporte organisiert. Erzbischof Josef Grünwidl hat das Protektorat übernommen.

„Ich habe mich halt eingelassen“

Sr. Walburga Starkl CS wollte eigentlich kürzertreten. Mit 60 bat sie darum, ihre Arbeitszeit in einer Beratungsstelle zu reduzieren. Generalleiterin Sr. Susanne Krendelsberger schlug ihr eine neue Aufgabe und so begann sie P. Hanna bei der Hilfe für Syrien zu unterstützen.

Eine Mitschwester hatte in der Pfarre Nußdorf von seinem Anliegen erfahren und den Kontakt zur Caritas Socialis hergestellt. Sr. Walburga kannte den Priester damals noch nicht. „Ich habe mich halt eingelassen“, erzählt sie.

Inzwischen ist die Korbgemeinschaft ein wesentlicher Teil ihres Dienstes. Darin erkennt sie die Haltung Hildegard Burjans wieder, der Gründerin der Caritas Socialis: die Not der Menschen sehen, Unterstützung organisieren und sich für jene einsetzen, die sonst wenig Hilfe erhalten. „Die Liebe Christi drängt uns“ – dieser Wahlspruch beschreibt auch ihren Antrieb.

Offene Hände als Lebensaufgabe

Die Feier am 11. 10. 2026 verband zehn Jahre Korbgemeinschaft mit Ghoneims 30. Priesterweihejubiläum. Am 11. 10. 1996 wurde er in der Patriarchatskathedrale von Damaskus zum Priester geweiht. Heute leitet er die melkitische griechisch-katholische Gemeinde in Wien, die in der Pfarrkirche St. Thomas in Nußdorf beheimatet ist. Seelsorge und Hilfe für Notleidende gehören für ihn zusammen. Das Zeichen der Stiftung, ein Korb in Form zweier Hände, bringt diesen Auftrag zum Ausdruck: empfangen und weitergeben. Sein Weihspruch „Tut alles zur Herrlichkeit Gottes“ begleitet ihn dabei bis heute. Unterstützung kann vieles bedeuten: Geld, praktische Mitarbeit, fachliche Kenntnisse, Ideen oder Gebet. Ghoneims Bitte bleibt schlicht: „Die Menschen in Syrien brauchen unsere Hilfe. Und Gott braucht auch unsere Hände.“ Informationen und Unterstützung: www.korbgemeinschaft.at

 

Sr. Walburga Starkl CS

P. Hanna Ghoneim mit seinem Studienkollegen und melkitischen Bischof

Der Generalvikar für das Ordinariat für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen in Österreich Erzpriester Yuriy Kolasa feierte den Gottesdienst in Vertretung von Erzbischof Josef Grünwidl mit.

Zwei Torten zum Jubiläum